Diagnostik

 

    Die Grundlagen der von mir durchgeführten Diagnostik und Therapieformen beruhen auf der Konstitutionstherapie und dem Ayurveda und der ayurvedischen Dosha Lehre. ( siehe auch Ayurveda )

    Diese lässt sich weit zurückverfolgen in die Ursprünge der Medizin :

    in die orientalische Medizin, das Ayurveda Indiens, die tibetische Medizin, die Römische Medizin, die Byzanthinische Medizin, die traditionelle chinesische Medizin. Über die Seidenstraße gelangte im frühen Mittelalter viel Wissen nach Europa und sorgte für eine medizinische Entwicklung in unseren Breitengraden.

    Erst Hippokrates benannte die 4 Grundregeln der hippokratischen Medizin des Westens:

  • Beachten der individuellen Konstitution
  • Unterstützung der selbstheilenden Natur
  • Alles zu rechten Zeit im rechten Maß
  • Nützen oder wenigstens nicht schaden
  • Diese Grundsätze durchzogen die Entwicklung der Medizin.

    Die arabische Medizin und das Ayurveda begannen  mit den heute noch von mir angewendeten Ausleitungsverfahren, zahlreiche eindrucksvolle Heilerfolge wurden von Ali Abbas festgehalten und später von Constantinus Africanus (1015-1087) ins Lateinische übersetzt.                  Ein Zitat von Paracelsus : “Nur der verdiene den Namen Arzt, der mit einem Kantharidenpflaster Gicht heilen kann.” Hufelandt, als letzter großer Hippokratiker schuf ein 20-bändiges Werk für praktische Heilkunde und Bernd Aschner (1883-1960) war einer der letzen großen und vielseitigen Ärzte im Sinne Hufelandts. Dank Aschner wurden die Erfahrungen eines Hippokrates, Galen, Paracelsus und Boerhave der Vergessenheit entrissen. Aschners Erkenntnis : Die Medizin der alten Ärzte wurde nicht abgeschafft, weil neue Methoden besser waren, sondern weil sie alt waren.

                                         (Bild : Leonardo da Vinci, Canon of Proportions”)

    Heute bewahren gerade wir Heilpraktiker dieses alte und doch so wichtige Wissen.

    Der Begriff Konstitution kommt aus dem Lateinischen und wir verstehen darunter die Anlage bedingte individuelle Ganzheit des einzelnen Menschen, die in der Erbanlage begründet ist. Die Konstitution als Summe aller angeborenen Eigenschaften wird durch viele Faktoren, insbesondere Umweltfaktoren, beeinflusst.

    Aus Sicht der traditionellen Medizin gehören zur Konstitutionsdiagnose:

  • Konstitutionstyp  
  • Klassifizierung nach Hippokrates
  • Komplexion (Haut-, Haar- und Augenfarbe)
  • Lebensalter (verschiedene Krankheitsneigungen in verschiedenen Altersstufen)
  • Geschlecht und Konstitution
  • Temperament als Merkmal (z.b. Choleriker = Galle)
  • Vorherrschendes Organsystem als Konstitutionsmerkmal
  • In der Praxis bedeutet dies, dass zur Diagnostik eine Augendiagnostik, Antlitzdiagnose, und im Sinne der Elementen- und Säftelehre, eine traditionelle Harndiagnostik gehören. Aber auch eine Rückendiagnostik ist von großer Wichtigkeit.

     

    In meinen Therapieanwendungen spielen die ausleitenden Verfahren, konstitutionumstimmende Massnahmen sowie Basistherapie der Konstitutionstypen / Ayurveda  eine große Rolle.

    Mehr dazu unter “Naturheilverfahren